Historisches Drucken
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 05. Juli 2011 um 12:19 Uhr
Die Ritterschaft

Der Gedanke an die jetzige Kraiburger Ritterschaft wurde anno 1997 geboren aus dem damaligen Freilichtspiel "Ludwig der Bayer".
Im Jahr des Herrn 2003 wurden wir als eigene Sparte im Dachverband des Kraiburger Heimatvereins e.V eingetragen.
Das Wappen der Ritterschaft wurde aus dem alten Adelsgeschlecht der Grafschaft Kraiburg übernommen. Der blauer Panther auf silbernen Feld stammt aus der bayerischen Linie. Der Panther (Löwe) ist das Symbol für Stärke und Macht. Die Farbe Blau steht für Treue und Bestädigkeit, das silberne Feld steht für Reinlichkeit, Weisheit, Unschuld, Keuschheit und Freude. Dieses Wappen ist heute das Wappen Niederbayerns und somit auch im Wappen Bayerns enthalten.

Wir als Gruppe möchten Sie ins Mittelalter entführen um Ihnen dort eindrucksvolle Geschichte in Form des damaligen Lagerlebens, alten Kampfritualen mit Schwert , Axt und Stock darzubieten.


Die Geschichte der Kraiburger Burg und ihrer Besitzer

Die Grundlage für das spätere Kraiburg bildete ein Edelhof des Sigiberts aus dem sich der Ort Chreidorf entwickelte. Dieser Ort gehörte seit dem 8. Jahrhundert zum grossen Isengau, der von der Rott bis zur Alz reichte. Herscher des Isengaus waren am Anfang die Aribonen. Erbteilungen und Heiraten bildeten den Grundstock zur Hausmacht der Grafen von Kraiburg.
Die Grafen von Kraiburg stammten aus dem Geschlecht von Sponheim, die nach den Wittelsbachern zu den angesehendsten und einflussreichsten Familien in Bayern gehörten.

um 1100: Engelbert II. und Uta erbauen sich auf dem Berg von Chreidorf ihre Burg
um 1123: Engelbert II. wird das erste Mal urkundlich als "Graf von Kraiburg" bezeichnet
1107: Engelbert II. wird als Pfalzgraf von Bayern erwähnt
1110: Engelbert II. wird Markgraf von Istrien
1124: Engelbert II. wird Herzog von Kärnten
1124: Engelbert III. ein Sohn von Engelbert II. übernimmt die Grafschaft Kraiburg sowie die Familienbesitztümer Marquardstein und Beuren
um 1130: Engelbert III. verheiratet mit Mathilde wird als Markgraf von Istrien erwähnt
um 1140: Engelbert III. nimmt an einer "Pilger und Kriegsfahrt gegen dem Heiligen Land" teil
1171: Rapoto I. tritt nach dem Tod seines Bruders Engelbert III. dessen Erbe an
1189: Rapoto I. kämpft im grossen Kreuzzug an der Seite von Friedrich Barbarossa und findet dabei am 26. August 1190 den Tod
1189: Rapoto II. verheiratet mit Mathilde übernimmt die Grafschaft Kraiburg von seinem in den Kreuzzug ziehenden Vater
1199: Herzog Ludwig ein Schwager von Rapoto II. fällt in die Kraiburger Besitzungen ein und zerstört die Kraiburger Burg, nachdem sich Rapoto des Landfriedensbruchs schuldig gemacht hat. Rapoto baut danach die Burg wieder auf.
1208: Rapoto II. wird Pfalzgraf von Bayern und damit Stellvertreter des deutschen Kaisers im Herzogtum Bayern
1231: Rapoto II. und seine Frau Mathilde sterben. Ihr Sohn Rapoto III. , verheiratet mit Adelheid Burggräfin von Nürnberg (von Hohenzollern), die eine Schwester des Burggrafen Friedrich von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollern war , übernimmt die väterlichen Güter und Würden. Unter seiner Herrschaft steht das gräfliche Haus Kraiburg auf dem Zenit seiner Macht. Die Besitzungen erstrecken sich von der Donau über grosse Teile des Rottals bis zum rechten Innufer, zur Alz und zur Traun. Vom Süden des Chiemsees bis ins Brixental. Er war Burgherr über Marquardstein, Trostberg die er sogar 1232 erbauen lies, Massing, Dachberg, Rotenberg und Griesbach. Er hatte Vogtgerichte über das Salzburger Kirchengut, sowie Ampfing, Buchbach, Aschau, Au und Gars.
1248: Rapoto III. stirbt. Da seine beiden Söhne bereits im Kindesalter verstorben waren, wurde seine Tochter Elisabeth zur Alleinerbin und somit zu einer begehrten Heiratkandidatin. Bis zu ihrer Heirat im Jahr 1256 lenkt ihre Mutter Gräfin Adelheid die Geschicke der Grafschaft Kraiburg
1256: Elisabeth heiratet den Grafen Hartmann von Werdenberg. Elisabeth bringt als Mitgift die Kraiburger Besitzungen in die Ehe mit. Hartmann nennt sich von nun an auch "Pfalzgraf von Kraiburg"
1259: Hartmann verkauft den gesammten Besitz an Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern. Mit diesem Verkauf findet die Herrschaft des gräflichen Hauses Kraiburg ein endgültiges Ende, nachdem es nach dem Tod von Rapoto III. keinen männlichen Erben gab. Kraiburg ist von nun an nicht mehr der Mittelpunkt eines grossen Herrschaftsbereiches, sondern nur mehr der Sitz eines Pfleggerichts
1265: Kraiburg wird von den Wittelsbachern das Marktrecht verliehen
1754: Der Sitz des Gerichtes wird von der Burg an den Marktplatz verlegt. Die Burg verfällt darauf hin.
1756: Die Schlossgebäude und der Hofbau werden auf Erbrecht verkauft. Die Steine der Burg werden für Häuserbauten in Kraiburg verwendet. 1800 waren sogar noch Teile der Umfassungsmauern zu sehen, heute ist die Burg endgültig verschwunden.
1825: Der gesamte Schlossberg wird an das Hofbauerngut verkauft
 

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